KEIN KAMIN, KEIN WEIHNACHTEN

Was wäre Weihnachten ohne Kamin? Eine graue, trostlose Vorstellung, ein trauriges Erlebnis ohne Magie und Bedeutung. Stellen Sie sich einmal Heiligabend ohne den magischen Glanz vor, der über den müden, aber unendlich glücklichen Kindern schwebt, oder über der Mutter, die endlich ihr enges Festkleid ablegen kann, oder dem Vater, der mit Krimi und Marzipankartoffeln Kurs auf seinen Lieblingssessel nimmt. 

Der Kamin spielt zur Weihnachtszeit eine ganz zentrale Rolle. Denken wir nur an das Reflektieren des Feuers in einem Champagnerglas, einer Austernschale oder im Gold und Glitzer, oder an das Scheinen des Feuers in alten Kupferpfannen in einer kleinen, uralten Küche weit oben in den Bergen. Dazu dicke Flocken, die draußen fallen und dafür sorgen, dass der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten und Rudolf weich landet. Hören Sie nicht die Glocken läuten? Dann haben Sie bestimmt noch keinen Kamin gekauft.

Weihnachtsmann und Kamin bilden einfach eine unzertrennliche Einheit. Aber wie hat er es eigentlich in den Kamin geschafft und diesen Trick so perfektioniert, dass selbst Marilyn Monroe ihn in ihrem Lied „Santa Baby“ bittet, „hurry down the chimney tonight“? Würde nicht letzten Endes jeder versuchen, schnellstens durch den Kaminschacht zu kommen?

Der Weihnachtsmann – Meister im Delegieren 

Das Geheimnis liegt darin, dass es gar nicht der Weihnachtsmann war, der als Erster durch den Kamin gesprungen ist. Die Geschichte beginnt bei dem niederländischen Heiligen St. Nikolaus oder Sinterklaas, wie er genannt wurde. Dieser Heilige arrangierte sich mit einem Gehilfen namens Zwarte Piet, dem Branchenkollegen von Knecht Ruprecht in Deutschland und Père Fouettard in Frankreich, Letzterer sein Erzrivale. Es waren schwere Zeiten, und während St. Nikolaus den braven Kindern über den Kopf streichelte, hatte sein Gehilfe die Aufgabe, unartige Kinder mit der Rute zu bestrafen. Zudem hatte er die körperlich anspruchsvolle Aufgabe, den Kamin hinunterzuklettern und die Geschenke zu verteilen.

Im 18. Jahrhundert nahmen die Niederländer ihre Weihnachtstradition, inklusive Sinterklaas, mit nach Neu Amsterdam, dem späteren New York. Inspiriert von dieser Geschichte, erschuf der Schriftsteller Washington Irving 1809 den Mythos um St. Nikolaus, der in einem von Rentieren gezogenen Schlitten durch die Luft reitet. Diese Version war aus den Köpfen nicht mehr wegzudenken, und kurz darauf wurde aus St. Nikolaus der heutige Santa Claus. Sein Gehilfe verschwand kurzerhand in diesem Verwandlungsprozess, und der Weihnachtsmann musste seitdem selbst durch den Kamin klettern. Wenn Sie wissen, dass Jahrhunderte voller Traditionen dahinter liegen, fällt es nicht schwer zu verstehen, dass Kamin und Weihnachten eine unzertrennliche Einheit bilden. Denken Sie nur an all die Millionen hoffnungsvoller Menschen, die ihre Strümpfe an den Kamin gehängt und gespannt auf den Besuch gewartet haben, der im Laufe der Nacht durch den Kamin kommen würde. Marilyn Monroe war nur eine von vielen! 

Weihnachtsstimmung seit 1984 

Mitte der glücklichen 80er-Jahre wurde Nordpeis von Maurermeister Morten Henriksen gegründet. Ihn trieb die Idee, dass alle die Möglichkeit haben sollten, am Heiligen Abend das Feuer im Kamin lodern zu sehen, nicht nur die Reichen mit ihren großen Specksteinkaminen in den riesigen Villen. Das Kaminkonzept mit dem frischen Design und den bezahlbaren Preisen wurde ein Erfolg, und mittlerweile sind die sauber brennenden Kamine die meist verkauften in ganz Norwegen.

Schließlich kostet es weniger, als Sie glauben, es Marilyn gleich zu tun – sich mit Chanel No. 5 zu parfümieren, ein ordentliches Kaminfeuer zu entfachen und auf den Weihnachtsmann mit dem Wunschzettel von Tiffany zu warten. Hier finden Sie den Kamin, der bei Ihnen zu Hause für die richtige Weihnachtsstimmung sorgt

Einige der guten alten Weihnachtstraditionen am Kamin:

  • Portwein & Kamin. Kaufen Sie einen großen Stilton-Käse, bohren Sie ein Loch in die Mitte und gießen Sie etwas Portwein hinein. Dazu ein kleines Gläschen des guten Tropfens. Vor dem Kaminfeuer ein purer Genuss.
  • Marshmallows. Die Kinder werden es lieben, im Schlafanzug vor dem Kamin zu sitzen und goldene, knusprige und sündhaft süße Marshmallows über der Glut zu rösten. Streng mit Süßem? Dann probieren Sie es doch mal mit Kastanien
  • Haben Sie einen Hund? Machen Sie einen langen Spaziergang durch den Wald und breiten Sie ein Schafsfell vor dem Kaminfeuer aus, wenn Sie wieder nach Hause kommen. Sie werden es nicht erraten, wer es sich am Ende in der Horizontalen gemütlich macht.
  • Frühstück vor dem Kamin! Decken Sie in diesem Jahr den Weihnachtsfrühstückstisch etwas dichter am knisternden Feuer und bleiben Sie lange davor sitzen mit gekochten Eiern und weihnachtlich marinierten Sprotten.
  • Und dann das Allerwichtigste. Der Abend vor Heiligabend: Hängen Sie Weihnachtssocken an den Griff der Ofenklappe oder an extra angebrachte Haken und freuen Sie sich auf den nächsten Morgen. It’s magic! [Link: Weihnachtsstrumpftipps für den Weihnachtskamin]

Zu guter Letzt wissen wir sogar, warum es Menschen gibt, die nicht an den Weihnachtsmann glauben. Sie haben ganz einfach keinen Kamin!

Wir wünschen allen fröhliche Weihnachten!